Medienerziehung

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Medienkonzept KAS Wenden

Das Medienkonzept der Konrad-Adenauer-Schule beschreibt die Medienarbeit als fächerübergreifendes Konzept zur Vermittlung einer Medienkompetenz für die Schülerinnen und Schüler in Vorbereitung auf das spätere Leben als mündige Bürger und Beteiligte an der Berufswelt.


Medienkompetenz versteht sich dabei als eine Lernkompetenz, die im Unterricht gezielt zu fördern ist, da durch sie Basiskompetenzen für das Lernen in allen Fächern aufgebaut werden. Dabei stehen fünf Lerntätigkeiten im Vordergrund: strukturieren, recherchieren, kooperieren, produzieren und präsentieren.


Die so genannten „neuen Medien“ ergänzen dabei mit ihren erweiterten Möglichkeiten der Digitalisierung die traditionellen Möglichkeiten des Lehrens und Lernens, wie die analogen Medien sie bieten, und werden einige davon vermutlich auf lange Sicht auch ersetzen.


Computer und das Internet durchdringen den Alltag in unserer Gesellschaft in nahezu allen beruflichen und privaten Bereichen. Viele Berufe setzen mit zunehmender Tendenz grundlegende Kenntnisse und Fertigkeiten im Umgang mit Programmen zur Textverarbeitung, Tabellenkalkulation, Präsentation, Zeichnen und in der Beschaffung von Informationen als Einstiegsqualifikationen in die berufliche Ausbildung voraus.


Dieses gilt auch für unsere Schüler. In vielen ihrer Ausbildungsberufe in Handwerk, Produktion, Handel und Dienstleistungsgewerbe werden Grundlagen im Umgang mit Computer und Internet vorausgesetzt, insbesondere zur Textverarbeitung, Tabellenkalkulation, Kommunikation und Informationsbeschaffung. Auch im späteren Alltag unserer Hauptschüler werden Computer und Internet unverzichtbarer Bestandteil sein, um mit Banken und Behörden zu kommunizieren, zu konsumieren und sich zu unterhalten.


Von daher ist der Umgang mit dem Computer und Informationen heute als 4. kulturelle Kompetenz neben dem Schreiben, Lesen und Rechnen anzusehen und muss von Schule unter pädagogischen Aspekten berücksichtigt werden. Entsprechend ist der Umgang mit den neuen Medien in den Kernlehrplänen des Landes NRW für die verschiedenen Schulfächer verpflichtend verankert.


Derzeit wird unsere Schule von vielen Schülerinnen und Schülern besucht, die größere Defizite in der Beherrschung der grundlegenden Kulturtechniken des Lesens, Schreibens und Rechnens aufweisen. Die Tendenz ist hierbei seit Jahren ansteigend. Außerdem zeigen an unserer Schule eine immer größere Zahl von Schülerinnen und Schüler Lernstörungen. Auch die Zahl der Kinder, die Deutsch nicht als Muttersprache erlernen, verringert sich nicht. Beobachtbar ist zudem eine sinkende Konzentrationsfähigkeit bei vielen Schülern.


Aus diesen Gründen ist es zwingend notwendig, den Unterricht zunehmend zu differenzieren, um den individuellen Lernbedürfnissen aller Schüler gerecht werden zu können. Durch den geschickten Einsatz der neuen Medien in Ergänzung oder als Alternative zu den bewährten herkömmlichen Medien ist es möglich, einen schülerorientierteren Unterricht mit offenen und differenzierenden Angeboten zu verwirklichen. Die neuen Medien entlasten dabei das Lehrpersonal deutlich, da sie es erlauben, eine hochgradig individualisierte Förderung der Schüler mit geringerem Aufwand zu betreiben als dies bei einer Beschränkung auf herkömmliche Medien möglich wäre.


Medien, und dabei insbesondere der Computer und das Internet, kommen aus allen diesen Gründen im Unterricht nicht als Selbstzweck, sondern als Lernwerkzeug zum Einsatz. Der Einsatz von Medien findet eingebunden in den regulären Unterricht aller Fächer in allen Jahrgangsstufen statt und stellt dort ein differenzierendes Lernangebot dar.


Wir setzen es uns deswegen zum Ziel, dass alle Schülerinnen und Schüler, welche die Konrad-Adenauer-Schule am Ende ihrer Schulzeit verlassen, eine umfangreiche Grundbildung im Umgang mit den neuen Medien besitzen und damit über ausreichende Grundlagen für den Einstieg in eine Berufsausbildung verfügen und in der Lage sind die neuen Medien auch in ihrem privaten Alltag sinnvoll, nutzbringend, aktiv gestaltend und sicher zu verwenden.


Dafür sollen sie zumindest über die Fertigkeiten und Kenntnisse verfügen, mit einem Computer umzugehen und,

    • Texte mit einem Textverarbeitungsprogramm zu erstellen und dem Verwendungszweck angemessen zu formatieren,
    • ein Tabellenkalkulationsprogramm zu nutzen, um mit Daten einfache Berechnungen durchzuführen und die Ergebnisse graphisch darzustellen,
    • Informationen mit einem Präsentationsprogramm dem Verwendungszweck angemessen darzustellen,
    • mit einem Zeichenprogramm einfache technische Zeichnungen zu erstellen,
    • das Internet und die damit zusammenhängenden Programme sinnvoll und sicher zur Beschaffung von Informationen und zur Kommunikation zu verwenden und
    • die neuen Medien im Zusammenhang mit lebenslangem Lernen gewinnbringend für sich selbst zu nutzen.

Wir wollen die neuen Medien (in Verbindung mit den herkömmlichen Medien) deswegen in unseren Unterricht in dem Umfang einbinden, der notwendig ist, um allen Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit zu bieten, ihr individuelles Lernpotential an unserer Schule maximal auszuschöpfen. Darüber hinaus wollen wir sie bestmöglich auf die Zentralen Prüfungen am Ende der Klasse 10 vorbereiten, wo der Umgang mit neuen Medien fester Bestandteil ist.


Von daher ist es anzustreben, den Einsatz von Computern und den Zugang zu Informationen möglichst überall zu ermöglichen, in den Klassen- wie auch den Fach- und Kursräumen.


Unsere Unterrichtsentwicklung und schulische Medienplanung muss alle bis hierhin beschriebenen Faktoren berücksichtigen und in den kommenden Jahren schrittweise umsetzen, evaluieren und fortplanen.


Ausgehend von einer Ist-Analyse der Ausstattung und des Unterrichts, folgt aus den vorangegangenen Überlegungen die Entwicklung einer Zielvorstellung von Unterricht, an welche sich die daraus folgende Ausstattungsplanung und Personalqualifizierungs- und Entwicklungsplanung anschließen.


Da die traditionellen Medien bereits lange im Unterricht in erprobten Modellen Verwendung finden, liegt der Schwerpunkt bei dieser Darstellung auf den neuen Medien und bezieht die traditionellen Medien nur dort mit ein, wo es notwendig erscheint.


Ist-Zustand - Ausstattung

Im Januar 2008 besteht die Ausstattung der KAS aus:

  • 2 PC-Räumen mit 14 und 16 Schülerarbeitsplätzen und jeweils einem Lehrerarbeitsplatz mit Internetanschluss
  • 4 Schülerarbeitsplätzen und einem Lehrerarbeitsplatz in der Förderwerkstatt Deutsch, sämtlich ohne Internetanschluss
  • 2 Lehrerarbeitsplätzen mit Internetanschluss im Lehrerzimmer
  • 1 Arbeitsplatz mit Internetanschluss in der Schulbibliothek für den Leihverkehr
  • 1 Lehrerarbeitsplatz im Trainingsraum mit behelfsmäßigem Internetanschluss über Funknetz zur Verwaltung des Trainingsraumbetriebs
  • 1 Lehrer-/Schülerarbeitsplatz ohne Internetanschluss im Musikraum
  • 4 gerade entstehenden Schülerarbeitsplätzen in dem Lernstudio – ohne Internetanschluss
  • einige ältere und 1 neuerer Computer mit Drucker in den beiden zu den GU Klassen gehörenden Gruppenräumen
  • 1 Lehrerarbeitsplatz mit Internetanschluss im Raum der Schulsozialarbeiterin und 1 Notebook (nur noch stationär zu gebrauchen) zum Testen und individuellen Fördern von Schülern
  • 2 Computern speziell für Medienarbeit mit Zubehör für Ton- und Videoarbeit im PC Raum bei der Bibliothek (PC Raum n)
  • drei Videokameras (im PC Raum n)
  • fünf Digitalkameras (im PC Raum n)
  • Beamer
    • 1 Beamer in PC Raum n
    • 1 Beamer in PC Raum a
    • 1 Beamer in der Technik (nicht angeschlossen wegen fehlender konstruktiver Voraussetzungen)
    • 1 Beamer im Bereich der Naturwissenschaften (nicht angeschlossen wegen fehlender konstruktiver Voraussetzungen) kombiniert mit interaktivem Whiteboard
    • 1 Beamer für den mobilen Einsatz im Unterricht, auf Konferenzen und in der Lehrerfortbildung
  • interaktives Whiteboard
    • 1 interaktives Whiteboard im Physikraum
  • Netzwerk
    • mit Verbindung zum Internet
    • mit Verbindung zu einem Schulungsserver
    • mit einer einfachen Benutzerverwaltung
    • mit Zugriffskontrolle auf das Internet
  • Software und Online-Medien
    • Office Paket (Textverarbeitung, Tabellenkalkulation, Präsentation, Datenbank) – 2 PC Räume, Förderwerkstatt, Lehrerarbeitsplätze
    • Softwareenzyklopädie (älter) – 2 PC Räume
    • Bildbearbeitung – 1 PC Raum
    • Webseitengestaltung – 1 PC Raum
    • Videoschnitt, DVD Erstellung, Tonproduktion, Animationserstellung, Comicerstellung – mehrere Einzelplätze
    • efit – Schullizenz bis 2009 – Deutsch, Mathematik, Englisch – alle mit dem Internet verbundenen PCs – Schüler-/ Lehrerzugriff von zu Hause aus möglich
    • lo-net2 – Onlineplattform für Unterricht – Schulzugang – alle mit dem Internet verbundenen PCs – Schüler-/ Lehrerzugriff von zu Hause aus möglich
    • Antolin – Leseförderung – Gemeindelizenz im Abonnement – mit dem Internet verbundenen PCs – Schüler-/ Lehrerzugriff von zu Hause aus möglich
    • Budenberg – Schullizenz im Abonnement – 1 PC Raum, Förderwerkstatt
  • OHP Projektoren in nahezu allen Klassenräumen und vielen Fachräumen
  • mehrere mobile Fernseher gekoppelt mit Video- und DVD-Abspielgeräten
  • Bibliothek
    • mit teilweise neuem Bestand an Belletristik
    • mit teilweise neuem Bestand an Fachbüchern und Nachschlagewerken
    • sehr geringem Bestand an Medien in Bild und Ton
  • andere Offline-Medien
    • größere Bestände an vielfach veraltetem Kartenmaterial und Schautafeln, naturwissenschaftlichen und physikalischen Modellen
    • Fischertechnik Baukästen im Klassensatz
    • VHS Videobestände, gekauft und selbst aufgenommen, vielfach veraltet
    • geringe DVD Bestände
    • Foliensammlungen für verschiedenen Fächer
    • Aufgabensammlungen auf CD
    • Tafeln
  • Zusammenfassend ist zu sagen,
    • dass bisher die Voraussetzungen für einen sinnvollen Einsatz neuer Medien für ein differenzierendes Lernangebot im Sinne unserer Zielsetzung in den Klassen fehlt
      • Klassenraum PCs stehen bzw. standen nutzlos in der Klasse, da Software oder ein Internetzugang zur Informationsbeschaffung fehlen
      • keine ergänzende Hardware wie Drucker, Digitalkameras, Scanner verfügbar oder anschließbar sind
      • die Hardware in den Klassen komplett veraltet und unzuverlässig ist
      • die Stromversorgung in den Klassen- und Kursräumen völlig unzureichend ist
      • es in den meisten Klassen- und Kursräumen an Platz mangelt, einen PC mit Zubehör sinnvoll als einzelnen Arbeitsplatz aufzustellen
    • dass die Beschränkung neuer Medien auf die PC Räume den Einsatz erschwert ist
      • weil es zu überschneidenden Belegungen kommt
      • die Akustik in den PC Räumen nicht die beste ist
      • nicht ausreichend Platz vorhanden ist, um Schüler, die nicht am PC arbeiten, zu beschäftigen
      • es vor allem bei PC a neben der Tastatur nur wenig Platz gibt, andere Materialien wie Hefte und Bücher zum Arbeiten abzulegen
    • Lehrer die neuen Medien wenig bis gar nicht in den Klassen-, Kurs- und Fachräumen einsetzen können,
      • da es dafür keine Hardware gibt
      • da die vorhandene Hardware kaum vernünftig anzuschließen und zu verwenden ist wegen
        • mangelnden Steckdosen, Verteilerdosen, Aufstellmöglichkeiten, etc.
        • fehlender fester Installation in den naturwissenschaftlichen und Technikräumen
      • da es bisher in unseren Beständen nur wenige oder gar keine digitalen Medien für ihr Fach gibt

Istzustand – Unterricht

Hauptfächer

  • in den Klassenstufen 5 und 6 wird teilweise efit zur individuellen Förderung in den Fächern Mathematik, Englisch, Deutsch eingesetzt (Problem: nur ein Teil der Schüler kann efit nutzen und der Rest hat nur in PC a etwas Platz, um andere Aufgaben zu bearbeiten)
  • alle Klassenstufen nutzen die PC-Räume, um Internetrecherche durchzuführen (Problem: viele Schüler sind in richtiger Internetrecherche nicht geschult)
  • in den Klassen 8 bis 10 werden die PC-Räume teilweise genutzt, um Lebensläufe und Bewerbungen zu schreiben
  • in den oberen Klassenstufen werden die PC-Räume teilweise genutzt, um mit Excel und Euklid praktisch und anschaulich Mathematik zu erleben
  • im Mathematikunterricht werden in den oberen Klassenstufen Taschenrechner zur Lösung komplexerer Aufgabenstellungen verwendet
  • in den unteren Klassenstufen werden die PC-Räume von einigen Klassen zur Leseförderung mit Antolin genutzt
  • im Englischunterricht werden die Lehrwerks DVDs in einigen Lerngruppen genutzt, um Inhalte der jeweiligen Unit am lebensechten Beispiel mit Muttersprachlern zu vertiefen und zu erweitern
  • im Englischunterricht werden die Lehrwerks CDs genutzt, um Texte von Muttersprachlern gesprochen zu präsentieren als Sprachmuster, für Hörverstehensübungen, für Lautdiskriminierungsübungen und weitere Übungesformen

Nebenfächer

  • in verschiedenen Stufen wird der PC-Raum n (,wo Lautsprecher am Lehrerplatz installiert sind,) von einzelnen Lehrern genutzt, um virtuelle Experimente zu machen und kleine Filme aus dem Internet vorzuführen
  • alle Klassenstufen nutzen die PC-Räume, um Internetrecherchen durchzuführen (Problem: viele Schüler sind in richtiger Internetrecherche nicht geschult)
  • die PC-Räume werden von einigen Lehrern mit ihren Klassen zur Berufswahlvorbereitung genutzt
  • in den Naturwissenschaften werden Beamer und interaktives Whiteboard derzeit nicht in dem Umfang eingesetzt, der möglich wäre, da es technischen Gründe nicht zulassen

Wahlunterricht/ Wahlpflichtunterricht

  • Schülerinnen und Schüler wählen nach Neigung Informatikangebote
  • gearbeitet wird im Kursverband an einheitlichen Aufgabenstellungen oder individuell oder in Gruppen nach Interessen
  • vermittelt werden Grundlagen in der Computerbenutzung
  • vermittelt wird je nach Kurs der Umgang mit Programmen zur Textbearbeitung, Tabellenkalkulation, Präsentation, Datenverwaltung, Bildbearbeitung, Videoschnitt
  • vermittelt werden außerdem Recherche im Internet und Bewertung von Suchergebnissen
  • im Angebot Filmproduktion erstellen Schüler eigene Filme und erfahren dabei alle Schritte der Produktion von der Planung und Aufnahme bis zum Schnitt und der Ausgabe
  • zum Filmangebot zählt auch der Stop-Animationsfilm, in welchem sich Schüler mit diesem in der Filmwelt erfolgreichen Verfahren vertraut machen können, indem sie eigene Filme mit diesem Verfahren erstellen
  • im Angebot Fotografie erwerben die Schüler Kenntnisse in der analogen Fotografie von der Aufnahme bis zur Ausbelichtung der Negative

Haupt- und Nebenfächer

  • Bücher, Zeitungen, Zeitschriften, Radioaufzeichnungen und Videos auf VHS Kassetten und DVDs, Transparentfolien, Dias, Landkarten, Schaubilder und -tafeln, Modelle, Präparate, Flip-Charts, Tapeten, Kopien, die Tafel und ähnlich werden zur Veranschaulichung und zum Lernen verwendet

Förderunterricht

  • in der Förderwerkstatt werden Schüler mit größeren Defiziten in Rechnen, Schreibe und Lesen mit verschiedenen installierten Förderprogrammen individuell gefördert
  • Förderung über ein Angebot der Uni Münster findet über den Umweg CD statt, da im Förderraum kein Internetanschluss vorhanden ist
  • Förderung mit dem Programm Budenberg findet teilweise in PC a statt
  • in den Jahrgangsstufen 5 und 6 besteht ein kleines Förderband, in welchem die individuellen Stärken der Schüler aufgebaut werden

Nachmittagsangebot

  • insgesamt drei Gruppen werden an zwei Tagen angeboten, in denen Schüler den Umgang mit dem Internet lernen von Email und Chat bis zu Homepagebau. Je nach Neigung werden auch andere Fertigkeiten vermittelt (digitale Fotografie, Bildbearbeitung, ...)
  • mehrere Gruppen erstellen Schulradios in Form von Podcasts und erhalten so Einblick in die Medienarbeit eines Radios von Interviews bis zu Moderation einer Sendung und der technischen Erstellung einer Sendung; (Problem: die notwendige Ausrüstung (Medienrechner, Mikrofone, ...) muss aus PC n geholt und mehrfach in der Woche aufgebaut werden)
  • Schülergruppen nehmen selbstproduzierte Rap Musik auf (Problem: siehe oben)
  • im Angebot Schul-TV erstellen Schülergruppen eigene Filme, die an den den Medienrechnern geschnitten werden und erhalten so Einblicke in die Filmproduktion (Problem: siehe oben)
  • InVia führt als außerschulischer Träger ein Bewerbungstraining für eine kleine Gruppe von Schülerinnen und Schülern durch, wobei auch das Schreiben von Bewerbungen am Computer eingeübt werden.

Zusammenfassend ist festzustellen,

  • dass die neuen Medien derzeit nur vereinzelt systematisch eingesetzt werden. Dies trifft auf den Förderunterricht und den Wahlpflichtunterricht zu.
  • dass nur einzelne Lehrer neue Medien regelmäßig und systematisch in ihrem Unterricht einsetzen.
  • dass sich viele Lehrer nicht in der Lage fühlen, mit neuen Medien im Unterricht zu arbeiten.
  • dass es keine für alle verbindliche Medienbildung gibt
  • dass am Ende ihrer Schulzeit viele Schüler nicht oder nur unzureichend im Umgang mit Computer und Internet geschult sind.
  • dass das Thema Internet in Verbindung mit den Begriffen Sicherheit, Netiquette und Umgang mit persönlichen Daten vielen Schülern nicht bekannt ist.
  • dass vor allem die Fertigkeiten und Kenntnisse der Schüler in Bezug auf das Suchen und Bewerten von Suchergebnissen im Internet von einigen Lehrern unterschätzt und fälschlicherweise bei den Schülern als bekannt vorausgesetzt werden.
  • dass viele Lehrer die Vermittlung der Grundlagen der PC-Nutzung nicht als eine Aufgabe der Hauptfächer ansehen.
  • dass es keine oder nur unzureichende Absprachen zwischen den Fächern gibt bezüglich der Vermittlung von Kenntnissen und Fertigkeiten im Umgang mit den neuen Medien

Die beschriebenen Aktivitäten mit den neuen Medien im Unterricht aller Fächer und im Nachmittagsangebot sind gemessen an unserer Zielsetzung bei weitem nicht ausreichend und müssen verstärkt und erweitert werden. Die Beschreibung des Sollzustands ergänzt deswegen den Istzustand oder verändert ihn.


Sollzustand – Unterricht

Hauptfächer

  • Computer und der Zugang zu Informationen werden im Unterricht der Haupt- und Nebenfächer binnendifferenzierend als zusätzliches Lernangebot bereitgestellt.
  • In Absprache der Hauptfächer untereinander werden auch Grundlagen der Computerbenutzung überhaupt vermittelt.
  • In Absprache der Hauptfächer untereinander werden dabei wie im Folgenden beschrieben Kenntnisse und Fertigkeiten im Umgang mit der Textverarbeitung, Tabellenkalkulation, Präsentation, Informationsbeschaffung und Kommunikation als integraler Bestandteil des Unterrichts vermittelt und fortschreitend ausgebaut (Spiralcurriculum); dies ist verpflichtend in den Kernlehrplänen des Landes NRW vorgeschrieben (und in den schuleigenen Minimalplänen umgesetzt) und außerdem Gegenstand in den Zentralen Prüfungen zur Erlangung des Hauptschulabschlusses nach Klasse 10; bei den Inhalten orientiert sich die Grundlagenvermittlung auch am Curriculum des Europäischen Computerführerscheins ECDL.
  • Bei den im Folgenden beschriebenen im Englischunterricht zu vermittelnden Grundlagen kommt dem kommunikativen Aspekt jeweils eine besondere Bedeutung zu.
  • Im Deutsch- und Englischunterricht werden die Grundlagen der Textverarbeitung gelegt und von Jahr zu Jahr in Verknüpfung mit fachspezifischen Aufgabenstellungen fortschreitend ausgebaut.
    • In den Jahrgängen 5 und 6 stehen die Erstellung, Speicherung und der Ausdruck von Textdokumenten im Vordergrund; bei der Erstellung steht die korrekte Formatierung von Fließtext, mit Überschriften und Absätzen an erster Stelle; vermittelt wird auch die Funktion der Rechtschreibkorrektur.
    • In den Jahrgängen 7 und 8 kommt die erweiterte Formatierung von Text mit Schriftarten- und -größen hinzu, außerdem Listen und der Gebrauch von Tabulatoren, sowie das Kopieren, Verschieben und Löschen von Text, sowie das Einbinden von Bildern.
    • In den Jahrgängen 9 und 10 wird die Formatierung von Texten verfeinert (Dokumentformatierung, Absatzformatierung, Einbinden von Tabellen, ...) und um kreative Gestaltungsmöglichkeiten erweitert; unter Umständen bietet sich auch die Serienbrieffunktion für Unterrichtsvorhaben an.
  • Im Deutsch- und Englischunterricht werden die Kommunikationsformen des Internets wie Email, Chat und Foren als Ergänzung zu traditionellen Kommunikationsformen wie Gespräch, Telefonat und Brief sowie alternativen Formen wie SMS in Verknüpfung mit fachspezifischen Aufgabenstellungen eingeführt und verwendet; dabei werden auch Grundlagen in Nettiquette – dem höflichen und rücksichtsvollen Umgang miteinander in der Onlinewelt – vermittelt.
  • Im Deutsch- und Englischunterricht wird die Informationsbeschaffung aus dem Internet (Suchmaschinen, Online-Enzyklopädien, Wissensportale, ...) in Verknüpfung mit fachspezifischen Aufgabenstellungen und als Ergänzung zur Informationsbeschaffung mit traditionellen Medien (Buch und Zeitung) und alternativen Medien (Ebooks, Software, ...) eingeführt und verwendet; ein besonderer Schwerpunkt liegt dabei auf der Vermittlung von Suchstrategien und der Bewertung von Suchergebnissen.
  • Im Mathematikunterricht werden ab den Jahrgängen 7 und 8 die Grundlagen der Tabellenkalkulation vermittelt und von Jahr zu Jahr fortschreitend in Verknüpfung mit mathematischen Fragestellungen ausgebaut
    • in den Jahrgangsstufen 7 und 8 erlernen die Schüler den Gebrauch der Tabellenkalkulation im Zusammenhang mit den Grundrechenarten und zur Berechnung einfacher Formeln und nutzen Geometriesoftware wie Euklid zum Erkunden von Zusammenhängen
    • in den Jahrgangsstufen 9 und 10 kommen umfangreichere Funktionen der Tabellenkalkulation hinzu wie Zinsrechnung und Wachstumsprozesse, lineare und quadratische Funktionen, Kassenführung und Dreisatz; Geometriesoftware wird benutzt zum Erkunden und Lösen mathematischer Probleme.
  • in allen drei Hauptfächern wird die Darstellung und Vermittlung von erarbeiteten Unterrichtsinhalten mit Präsentationssoftware als Alternative zur Gestaltung von Präsentationen mit herkömmlichen Medien wie Plakat und Overheadfolie in Verknüpfung mit fachspezifischen Aufgabenstellungen eingeführt, verwendet und von Jahr zu Jahr fortschreitend in Verknüpfung mit fachspezifischen Fragestellungen ausgebaut
    • in den Jahrgangsstufen 7 und 8 erlernen die Schüler die Grundfunktion von Präsentationsprogrammen und dabei die Gestaltung einfacher Folien mit Bild- und Textinhalten,
    • in den Jahrgangsstufen 9 und 10 erlernen die Schüler die Gestaltung aufwändigerer Präsentationen mit zusätzlichen Medien wie Ton und Film und erweiterten Folienübergängen, Animationen und Interaktivitäten.
  • in allen drei Hauptfächern, vor allem aber im Deutsch- und Englischunterricht finden Programme zum Strukturieren von Informationen wie Mindmap als Alternative zu herkömmlichen Medien wie Tafel und Flip-Chart sowie Pinnwand und beschrifteten Karten Anwendung.
  • Viele der beschriebenen Arbeitstechniken unter Verwendung der neuen Medien als Werkzeuge finden sich bereits in den Aufgabenstellungen der an der KAS verwendeten modernen Unterrichtslehrwerken und sollten entsprechend genutzt werden.
  • In allen drei Hauptfächern werden Computer zur individuellen Förderung über onlinebasierte Portale wie derzeit efit eingesetzt; in diesen Portalen wird der individuelle Förderbedarf der Schüler ermittelt und ein daran orientiertes Förderprogramm erstellt, welches die Schüler durchlaufen; die Portale dokumentieren den Lernfortschritt der Schüler und erlauben es den Schülern und Lehrern, Einblick zu nehmen (und gegebenenfalls steuernd einzugreifen).
  • In allen drei Hauptfächern werden Computer zur individuellen Förderung auch über Software wie derzeit Budenberg genutzt; die Software ist in der Lage, den Lernfortschritt für Schüler und Lehrer zu dokumentieren.
  • Im Deutsch- und Englischunterricht wird Antolin zur individuellen Leseförderung eingesetzt.

Nebenfächer

  • In den Nebenfächern werden die in den Hauptfächern vermittelten Fertigkeiten und Kenntnisse im Umgang mit Werkzeugen zur Erstellung von Texten, Präsentationen, Tabellenkalkulationen, Informationsbeschaffungstechniken und Kommunikationstechniken im Rahmen von fachspezifischen Aufgabenstellungen aufgegriffen, vertiefend eingeübt und gegebenenfalls erweitert. Dafür ist es notwendig, dass die in den Nebenfächern unterrichtenden Lehrer, den Stand dieser Fertigkeiten und Kenntnisse in den jeweiligen Klassenstufen kennen.
  • In den Nebenfächern lassen sich die von den Schülern in den Hauptfächern erworbenen Fertigkeiten und Kenntnisse wie folgt aufgreifen.
    • Die Textverarbeitung wird verwendet zur Ergebnissicherung und Dokumentation, zur Protokollierung, zur Ausgestaltung von Referaten als Handout für Mitschüler, zur Erstellung von Fragebögen und Quizzen; dabei kann es sinnvoll sein, auch Bilder, die mit Digitalkameras gemacht werden, einzubinden
    • Die Präsentation wird verwendet zur Ergebnissicherung und Dokumentation an, vor allem zur Darstellung und Vermittlung von erarbeiteten Unterrichtsergebnissen in einem Plenum, zur visuellen Unterstützung von Referaten, auch zur Wissensüberprüfung in Form von Abfragen als Quiz; dabei kann es sinnvoll sein, auch Bilder, die mit Digitalkameras gemacht werden, einzubinden oder Tonaufnahmen, die mit einem Aufnahmegerät oder mit dem Computer selbst gemacht werden, oder Filmaufnahmen aus Video- oder Digitalkamera.
    • Die Tabellenkalkulation wird verwendet (im naturwissenschaftlichen Unterricht, im geographischen Unterricht, im Arbeitslehre-Wirtschaft-Unterricht und Technikunterricht, wie im Geschichts- und Politkunterricht) zum Umgang mit Daten an, um diese vergleichbar zu machen, zusammenzufassen oder um diese in Form von Graphen zu visualisieren und begreifbar zu machen.
    • Informationsbeschaffungstechniken finden Eingang in jedes Fach an, um Wissen selbständig zu recherchieren und die Ergebnisse kritisch zu bewerten.
    • Kommunikationsformen werden verwendet, je nach Unterrichtsinhalt, um Informationen zu vermitteln oder erfragen.
    • Nahezu alle genannten Fähigkeiten und Fertigkeiten kommen zum Einsatz in der Berufswahlvorbereitung und sind dort teilweise sogar unverzichtbarer Bestandteil (z.B. Zugriff auf Fachportale im Zusammenhang mit Berufswahl, Ausbildungsstellensuche, Bewerbung, Anmeldung beim Berufskolleg, ...).
  • In den natur- und gesellschaftswissenschaftlichen Fächern erschließen sich Schüler Sachverhalte über audiovisuelle Medien – von Datenträgern, aus dem Internet und vom Medienserver.
  • Im Geographieunterricht nutzen Schüler Google Earth, um sich über Sachverhalte zu informieren.
  • In den naturwissenschaftlichen Fächern werden Experimente, Exkursionen, Referate, etc. mit Fotos oder Film dokumentiert, um sich vertiefend mit den Inhalten auseinanderzusetzten.
  • Im Arbeitslehre- und Technikunterricht erwerben die Schüler durch die projektorientierte Arbeit mit ROBERTA, einem Lego Mindstorm Roboter, der konstruiert und über eine Schnittstelle zu Computern programmiert werden muss, grundlegende Kenntnisse in Informatik, Elektrotechnik, Mechanik und Robotik, wie sie auch in vielen Berufen in der Metall- und Elektroindustrie in der Region benötigt werden.
  • Im Arbeitslehre- und Technikunterricht erlernen die Schüler parallel zur Einführung in das Technische Zeichen mit Stift, Zirkel, Lineal und Schablone auch das Erstellen einfacher technischer Zeichnungen mit einem sehr einfachen CAD Programm und erhalten Einblicke in die dreidimensionale Konstruktion mit einem Programm wie Google Sketchup, womit sie zusätzlich ihr räumliches Vorstellungsvermögen trainieren.
  • Im Arbeitslehre- und Technikunterricht und dem naturwissenschaftlichen Unterricht nutzen Schüler und Lehrer Computer, Beamer und interaktives Whiteboard als interaktives Medium zum Demonstrieren, Präsentieren und Erkunden.

Haupt- und Nebenfächer

  • Audiovisuelle digitale Medien werden von den Lehrkräften im Unterricht zur Demonstration verwendet, als motivierender Einstieg in eine Unterrichtssequenz oder zur Veranschaulichung und auch als Unterrichtsgegenstand selbst.

Um die neuen Medien gewinnbringend in den Unterricht zu integrieren, ist es notwendig, zu wissen, wie dieses in den verschiedenen unterrichtsmethodischen Arrangements möglich ist.

Neue Medien und unterrichtsmethodische Arrangements

Die neuen Medien werden an der KAS bereits seit einigen Jahren erfolgreich im Unterricht eingesetzt und ergänzen dort die traditionellen Medien. In Orientierung an den Kernlehrplänen und ihrer Umsetzung im Unterricht muss die Verwendung der neuen Medien noch deutlich stärker ausgebaut und in den Unterricht aller Fächer integriert werden, was einhergeht mit einer stärkeren Differenzierung des Lernens. Die alten und neuen Medien sind dabei Bestandteile von integrierten Lernumgebungen.


Folgende unterrichtsmethodische Arrangements können dabei in allen Fächern benutzt werden, wenn Computer (mit oder ohne Anbindung an das Internet) und ergänzende digitale Medien wie Digitalkamera, Scanner, Drucker, Mikrofon, Videokamera, Webcam, Datenträger, Beamer, interaktivem Whiteboard, etc. zum Einsatz kommen sollen:


  1. Lehrerdemonstration: Die Lehrperson nutzt den Computer, in Verbindung mit einem Beamer und eventuell interaktivem Whiteboard, über eine Übertragung auf Schülercomputer, um etwas vorzuführen.
  2. Schülerdemonstration: Der Schüler nutzt den Computer, in Verbindung mit einem Beamer und eventuell interaktivem Whiteboard, über eine Übertragung auf Schülercomputer, um etwas vorzuführen.
  3. Frontalunterricht: Im gemeinsam entwickelnden Unterricht nutzen Schüler und Lehrer den Computer, in Verbindung mit einem Beamer und eventuell interaktivem Whiteboard, um Problemstellungen interaktiv zu lösen.
  4. Einzelarbeit: Im Fall individueller Förderung stehen für alle oder einen Teil der Schüler Computer zur Verfügung, mit welchen sie über Lernprogramme oder zunehmend Onlineplattformen wie e-fit ihr individualisiertes Förderprogramm bearbeiten.
  5. Partnerarbeit: In den Computerräumen mit ausreichender Anzahl an Computern und Sitzplätzen arbeiten die Schüler zu zweit an einer Aufgabenstellung und nutzen dabei einen Computer als Werkzeug.
  6. Gruppenarbeit: Ein Computer steht für eine Gruppe zur Verfügung, wobei ein Schüler damit arbeitsteilig am Arbeitsauftrag für die Gruppe arbeitet.
  7. Stationsarbeit: Die Schüler der Lerngruppe lernen selbstgesteuert, indem sie einzelne Stationen anhand eines Planes abarbeiten. Dabei besteht mindestens eine Station aus einer Aufgabenstellung, die mit Hilfe eines Computers bearbeitet werden muss.
  8. Lernwerkstatt: Schüler arbeiten Aufgabenstellungen aus einem Angebot nach Vorgaben ab. Einige dieser Aufgabenstellungen sind mit Hilfe eines Computers zu bearbeiten.
  9. Projektarbeit: Schüler arbeiten in einer größeren Gruppe an einem Projekt, wobei Computer als Werkzeug in allen Projektphasen – von der Planung bis zur Präsentation - zur Verfügung stehen.
  10. Freiarbeit: Schüler arbeiten zu vorgegebenen Zeiten an selbstgewählten Aufgabenstellungen, wobei Computer ein Bestandteil zur Bearbeitung von manchen Aufgaben sind.

Um die neuen Medien als integrierte Lernumgebung in den beschriebenen unterrichtsmethodischen Arrangements gewinnbringend verwenden zu können, ist es notwendig, die existierende Ausstattung, wie sie im Istzustand beschrieben wurde, schrittweise zu ergänzen.


Sollzustand - Ausstattung

  • Notebookwagen
    • bestückt mit
      • je 6 Notebooks
      • Accesspoint mit Printserverfunktion und angeschlossenem Laserdrucker
        • jeder Accesspoint sollte über einen eigenen Kanal und eventuell Zugriffsteuerung ein eigenes Wlan aufbauen, um eventuelle Überschneidungen mit den Wlans anderer Notebookwagen und damit dem Internet- und Druckerzugriff zu vermeiden
      • einem Scanner
      • einer Digitalkamera mit Reserveakkus und Ladegerät
      • 6 Lasermäusen und Mousepads
      • einem Paar Aktivlautsprecher
      • mindestens 6 Paar Kopfhörer
      • einem Lan-Kabel zum Anschluss des Accesspoints an die Netzwerkdose
      • einem Stromverlängerungskabel
      • zwei Mehrfachsteckdosen
    • die Notebookwagen sollten
      • eher klein gebaut sein, so dass ihr Platzbedarf sowohl im Lagerraum als auch im den Klassen-, Fach- oder Kursräumen gering ist
      • verschließbar sein, da sie mit großer Wahrscheinlichkeit in Besprechungszimmern und ähnlichen Räumen deponiert werden müssen.
    • jeder Notebookwagen sollte mit seiner Bestückung durch farbliche Markierungen eindeutig identifizierbar sein, so dass kein Material vermischt werden kann
    • mindestens ein Wagen je Ebene, auf den Ebenen 1 und 2 nach Möglichkeit zwei Wagen, da es dort mehr Klassenräume gibt als auf den Ebenen 0 und 3
    • Sichere Aufbewahrungsräume für die Notebookwagen mit ausreichender überspannungsschutzgesicherter Stromversorgung, um die Notebooks aufzuladen
    • Notebooks
      • in robuster Ausführung mit Metallchassis wie z.B. Lenovo Thinkpads
      • mit einem Display zwischen 13 und 15,4
      • mit 1 GB RAM
      • mit Wlan-Chipsatz
      • mit 1 Lan-Anschluss
      • mit einer Festplatte ab 40 GB
      • mit integriertem SD Kartenleser
      • mit mindestens 2 USB 2.0 Anschlüssen
    • als Software
      • ein Officepaket (es genügt Open Office)
      • ein Browser (Mozilla)
      • eine einfache Bildverwaltung und minimale Bildbearbeitung (aus dem Open Source Bereich)
      • ein Audiorekorder mit Schnittfunktion (z.B. Audacity)
      • Audio-, Videoplayer (VLC Player)
      • eine einfache CAD Anwendung
      • eine Geometriesoftware wie Euklid oder Cinderella
      • eine Mindmapping-Software
      • eventuell eine Offline Enzyklopädie (Brockhaus, MS Encarta, Wikipedia von CD übertragen, ...)
    • als Betriebssystem
      • Windows XP Professional oder
      • Linux (Kubuntu, Ubuntu), wodurch die Schüler zu Windows XP in den PC Räumen ein alternatives Betriebssystem kennenlernen
    • eventuell Schutz durch eine Art PC Wächter Karte/ Software
    • Zugang zum Intranet und Internet in jedem Klassenraum und in den Fach- und Kursräumen
      • in jedem Raum sollte ein Kabelzugang liegen, der mit einer verschließbaren Türe versehen ist
      • der Internetzugang sollte bei einzelnen PC Arbeitsplätzen über diesen Zugang erfolgen
      • der Internetzugang sollte bei Einsatz des Notebookwagens über Wlan erfolgen, um eine ausreichende räumliche Flexibilität bei der Nutzung der Notebooks im jeweiligen unterrichtsmethodischen Arrangement zuzulassen
      • in Klassen(lehrer)räumen mit stationärem Computerarbeitsplatz eventuell auch kabelgebundener Zugang
      • Möglichkeit, den Internetzugang auch in Klassen- und Fachräumen je nach Aufgabenstellung und Schülergruppe zu kontrollieren (einschränken/ sperren)
    • Eine ausreichende Stromversorgung mit Steckdosen an möglichst allen Wänden ist sicherzustellen, so dass bis zu sechs Notebooks mit Strom versorgt werden können und sich zusätzlich ein Drucker und Scanner betreiben lassen
  • zusätzliche Beamer für den mobilen Einsatz in Klassen (eventuell ein Beamer für zumindest einen Notebookwagen je Ebene)
  • ein Medienserver
      • zur Bereitstellung von Unterrichtsmaterial (Filme, Bilder, Audiomaterial, ..., die im Internet nicht dauerhaft verfügbar sind oder deren Beschaffung im Unterricht selbst zu zeitaufwändig wäre, wie Medien von EDMONT, digitalisierte Fassungen von Sendungen wie „Sendung mit der Maus“, „Quarks & Co.“, „Kopfball“, „Zeitzeichen“, etc.) über ein Intranet
      • der Medienserver verfügt über eine nach Fächern und Inhalten strukturierte Webseite, welche den Zugriff auf die Inhalte erlaubt und auch eine Stichwortsuche zulässt
      • auf dem Medienserver sind auch elektronische Arbeitshefte und Materialien archiviert und für den Zugriff durch die Lehrenden bereitgestellt
      • der Medienserver hält Software bereit, mit der es möglich ist, die Medieninhalte in Formate zu konvertieren, die auf den Computern der Schule darstellbar sind
      • der Medienserver hat über das Intranet einen indirekten Zugang zum Internet, um Medien direkt speichern zu können
      • auf dem Medienserver haben Schüler und andere Nutzer nur Lesezugriff
      • Medien auf dem Medienserver können zur Verwendung durch User kopiert werden
    • den Medienserver ergänzt ein Dokumentenscanner, mit dem sich bereits vorhandenes und neues jedoch nicht elektronisch verfügbares Material in elektronische Dokumente umwandeln lassen
  • je ein Beamer kombiniert mit einem interaktivem Whiteboard und jeweils fest gekoppelt an einen stationären Computer mit kabelgebundenem Internetzugang und Zugang zum Medienserver in allen naturwissenschaftlichen Fachräumen
  • je ein staubgeschützter Beamer kombiniert mit einem interaktivem Whiteboard und jeweils fest gekoppelt an einen stationären Computer mit kabelgebundenem Internetzugang und Zugang zum Medienserver in den Technikräumen
  • ein Beamer fest gekoppelt mit einem stationären PC im Musikraum, um dort Musik anschaulich vorzuführen, in Ergänzung zu anderen Arten des Demonstrierens, und um über den PC Notationen von Musikstücken zu zeigen
  • ein Beamer fest gekoppelt mit einem stationären PC in einem der Kunsträume, um dort Beispiele aus der Welt der Kunst zu demonstrieren, virtuelle Museumsbesuche durchzuführen und bestimmte Techniken vorzuführen
  • Robertas (Lego Mindstorm) für den Technikunterricht
  • in einigen Klassen(lehrer)räumen und Fachräumen eventuell stationäre Computer
  • ein Computerarbeitsplatz oder im Idealfall eine Medieninsel in der Bibliothek (mit Internetzugang), aufgestellt in unmittelbarer Nähe der Bücherregale
  • Bibliothek im Bestand an Belletristik und Fachbüchern (vor allem solche mit langer Halbwertzeit) erweitern
  • ausreichend Raum zur systematischen Unterbringung von Fachmedien für die einzelnen Fächer
  • In PC a soll ein abschließbarer Schrank aufgestellt und mit Nachschlagewerken bestückt werden, um die Recherche im Internet und in digitalen Enzyklopädien zu ergänzen. Die Türen sollten verglast sein, so dass ein Aufforderungscharakter entsteht.

Internet, Nettiquette und Sicherheit

  • Das Thema wird im Rahmen eines Projekttages in der Klassenstufe 8 ausführlich behandelt und anschließend im Unterricht aller Fächer immer wieder aufgegriffen. Themen, die im Projekt schwerpunktmäßig behandelt werden, sind:
    • höfliches und korrektes Verhalten beim Kommunizieren im Internet
      • in Foren
      • Chats
      • per Email
      • Persönlichkeitsrechte anderer
    • Umgang mit persönlichen Daten im Internet
      • bei der Registrierung auf Webseiten
      • bei der Selbstdarstellung im Internetanschluss
      • bei der Kommunikation mit anderen
    • Gefahren im Internet
    • §§ Recht und Unrecht im Zusammenhang mit Internet und digitalen Daten
      • Download und Weitergabe von Daten
      • Kopieren von Daten
      • Verwendung von fremden Materialien, Urheberrechtsfragen, Creative Commons
      • meine Daten, meine Rechte
    • Schuldenfalle Internet und Mobiltelefon

Personalqualifizierungs- und Entwicklungsplanung

Die Umsetzung unserer Ziele hängt neben dem Willen, Unterricht zu verändern und dem Vorhandensein der dafür notwendigen Ausstattung, letztlich davon ab, wie gut das Lehrerkollegium selbst im Umgang mit den neuen Medien qualifiziert ist.


  • Die Nutzung der neuen Medien in allen Unterrichtsfächern kann nur gelingen, wenn
    • alle Lehrer selbst im Umgang mit diesen Medien vertraut sind und
    • alle Lehrer diese Medien regelmäßig verwenden und damit ihre Kenntnisse und Fertigkeiten aktiv halten.
  • Einige der Lehrer nutzen die Computerräume nicht, da sie sich für den Umgang nicht ausreichend qualifiziert fühlen. Abhilfe kann geschaffen werden, indem
    • sie noch einmal eine Einführung in die Nutzung erhalten und
    • sie in Begleitung eine Kollegen gehen, der ihnen bei den ersten Besuchen assistiert oder
    • sie in den oberen Klassen die Hilfe der Schüler in Anspruch nehmen, welche mit der Benutzung der PC Räume vertraut sind.
  • Die beabsichtigte Nutzung von Notebookwagen im regulären Unterricht kann nur funktionieren, wenn
    • alle Lehrer in die Nutzung eingewiesen sind und
    • im erfahrene Lehrer weniger erfahrene Kollegen im Teamteaching begleiten.
  • Die regelmäßige Nutzung von Beamer und interaktivem Whiteboard in Verbindung mit Computer, Internet und Medienserver in den Naturwissenschaften, Technik- und Arbeitslehre kann nur gelingen, wenn
    • alle dort unterrichtenden Lehrer in den Gebrauch eingewiesen sind und
    • in der Nutzung erfahren Lehre ihren weniger erfahrenen Kollegen zu Anfang assistieren.
  • Bei zukünftigen Einstellungen im schulscharfen Verfahren sollten nach Möglichkeit Lehrkräfte ausgewählt werden,
    • die bereit sind, neue Medien in ihren Unterricht zu integrieren und
    • schon über entsprechende Fertigkeiten und Kenntnisse verfügen oder
    • Bereitschaft signalisieren, sich diese anzueignen.

Entwicklungsplanung

Die beschriebenen Veränderungen in Unterricht und Ausstattung können nicht mit einem Mal erfolgen. Deswegen ist im Folgenden der Weg skizziert, wie sich beides entwickeln könnte.


  • Hardware-Ausstattung
    • Der Anschluss der Klassen-, Fach- und Kursräume sollte in folgender Reihenfolge priorisiert werden
      • Förderwerkstatt und Lernwerkstatt Deutsch
      • Naturwissenschaftliche Fachräume
      • Technikräume
      • Klassen- und Kursräume Ebene 1
      • Klassen- und Kursräume Ebene 2
      • Klassen- und Kursräume Ebene 0
      • Klassen- und Kursräume Ebene 3
    • Entsprechend sollten Notebookwagen in folgender Reihenfolge angeschafft und ausgestattet werden
      • Ebene 1
      • Ebene 2
      • Ebene 0
      • Ebene 3
    • Der Aufbau und die Einbindung eines Medienservers sollte parallel zur Anbindung der naturwissenschaftlichen Fachräume erfolgen, da dort eine unterrichtliche Integration am dringensten erforderlich ist.
    • Parallel zur Anbindung der naturwissenschaftlichen Räume und der Technikräume sollten in diesen Räumen feste PCs installiert und mit einem Beamer und eventuell interaktivem Whiteboard fest gekoppelt werden.
    • Im Musikraum und in einem Kunstraum sollten feste PCs installiert und mit einem Beamer und eventuell interaktivem Whiteboard fest gekoppelt werden, sobald die finanziellen Möglichkeiten dieses zulassen.


Perspektiven

Betrachtet man die gegenwärtige Entwicklung der Technologien der neuen Medien und der Didaktik und medienpädagogischen Ansätze, so ist die weitere Entwicklung bereits zu ahnen.


  • Notebooks werden derzeit immer günstiger und es ist zu erwarten, dass in spätestens 10 bis 15 Jahren alle Schüler über ein derartiges oder ähnliches Gerät für Schule und Unterricht verfügen werden, so wie heute über einen Füller. Der Trend geht dazu, alle Geräte drahtlos miteinander zu vernetzen.
  • Die Bedeutung von Lernplattformen im Internet, die individualisierte Lern- und Förderangebote bereitstellen, wird enorm steigen und Schulen werden diese deutlich mehr als gegenwärtig benutzen.
  • Die Arbeit mit Medien, das meint, die Produktion von Ton-, Bild-, und Videoelementen wird zunehmen.
  • Die Bedeutung von gedruckten Schulbüchern wird deutlich zurückgehen und die von digitalen, interaktiven, hochgradig aktuellen Schulbüchern wird zunehmen und erstere nach und nach ersetzen.
  • Die Kommunikation über das Internet, das Leben in und mit dem Netz wird im Lebensalltag einen deutlich größeren Raum einnehmen und nicht mehr nur auf unmittelbar vernetzte Orte begrenzt sein.
  • Das Schreiben auf Papier wird gegenüber dem Schreiben auf einem Computer oder ähnlichen Gerät zurückgehen.

Gerade die erste Perspektive sollte bei den Planungen zur Vernetzung des Schulzentrums berücksichtigt werden, da dann der Notebookwagen entfallen wird und an seine Stelle ein vernetzter Drucker, Scanner, etc. treten werden und alle Schüler über die drahtlose Vernetzung kommunizieren und interagieren werden.


Stand März 2008

Siehe in Ergänzung auf die vorherige Version .

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