Sozialintegration bei Festen und Feiern

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Eine Schule, die ihren Schülern Geborgenheit und Heimat geben will, muss Feste und Feiern zu einem Bestandteil ihres Schullebens erheben. Feste und Feiern stärken die emotionale Bindung an die Schule. Schulaufnahmefeiern mit einem sanften Einstieg in die Schulwirklichkeit und die pädagogische Gestaltung der ersten Schulwochen können dafür sorgen, dass eine feste Bindung zur Schule entsteht. Bunte Abende, Sportveranstaltungen, Schulfeste, Wettbewerbe usw. sorgen für Abwechslung im Schuljahr und für zusätzliche Motivation im Schulalltag. Maßgeblichen Anteil an einem gedeihlichen Schulklima hat die Kooperation aller am Schulleben Beteiligten. Eine von allen gestaltete Schulentlassfeier rundet ein harmonisches Schulleben ab.


Contents

Einschulung: Der sanfte Einstieg

Um den Schülern einen problemlosen Übergang von der Grundschule zur Hauptschule zu ermöglichen, haben wir einen Fahrplan entwickelt. Ausgangspunkt ist die schriftliche Einladung aller Grundschüler des 4. Jahrgangs zu einer Informationsveranstaltung am Ende des ersten Halbjahres.

Zunächst werden die Eltern über die Bildungsgänge der Gemeinschaftshauptschule Wenden informiert. In dieser Zeit werden die Grundschüler von den Mitgliedern der WU-Gruppe Tanzen empfangen, um gemeinsam eine Tanzdarbietung vorzubereiten. Dieser Tanz wird am Ende der Veranstaltung aufgeführt. Anschließend machen die Schüler und ihre Eltern einen Rundgang durch die Fachräume der Hauptschule. Durch verschiedene Arbeitsmöglichkeiten (Kurzprojekte) erhalten die Viertklässler Einblick in die verschiedenen Fächer.

Am Ende des Schuljahres erhalten die Schüler einen persönlichen Brief ihres neuen Klassenlehrers, in dem sie zu der Einschulungsfeier nach den Sommerferien eingeladen werden. Die Klassenzusammensetzung der neuen Fünften wird durch die Schulsozialpädagogin in Zusammenarbeit mit den Grundschullehrern und den zukünftigen Klassenlehrern festgelegt. Dabei wird auf die Verteilung von Schülern sowohl mit Lernschwierigkeiten als auch mit sozialen Auffälligkeiten geachtet.

Die Einschulung nach den Sommerferien beginnt mit einem ökumenischen Gottesdienst, den die Klassenlehrer 6 mit ihren Schülern vorbereitet haben. Anschließend werden die neuen Schüler in der Aula mit einem ebenfalls von den Klassen 6 vorbereiteten Programm Willkommen geheißen.

Eine wichtige Aufgabe des neuen Klassenlehrers ist die soziale Integration der einzelnen Schüler bis hin zu einer guten Klassengemeinschaft. Dafür stehen dem Klassenlehrer in der ersten Schulwoche Klassenlehrertage zu, an denen sich die neuen Schüler durch verschiedene Interaktionsspielen kennen lernen und von dem neuen Klassenlehrer „sanft“ in das neue Schulsystem eingeführt werden. Darüber hinaus wird in Gemeinschafts- Gruppen- und Partnerarbeit soziales Verhalten ständig trainiert. In einer Wochenstunde findet in Zusammenarbeit mit der Schulsozialpädagogin „Soziales Lernen“ statt, in dem neben dem Training in verschiedenen Sozialformen auch die Werte- und Moralerziehung ihren Platz findet.

Wesentliche Ziele in Klasse 5 sind das Einüben von Ordnungsprinzipien, Hygieneerziehung wie auch Wissensvermittlung auf der Grundlage von Grundfertigkeiten und -fähigkeiten. Mit Blick auf die Zukunft vermittelt der Klassenlehrer den Schülern Lerntechniken. Methoden der Grundschule, wie Wochenplan und Freie Arbeit, leisten ihren Beitrag zum individualisierenden Lernen. Sie werden von uns aufgegriffen, weitergeführt und als Vorbereitung auf andere Formen offenen Unterrichts genutzt.

Gottesdienste

Die Erziehungsarbeit an unserer Schule ist den christlichen Grundwerten verpflichtet. Deshalb sind Gottesdienste ein fester Bestandteil des Schullebens an der KAS. Sie finden während der Unterrichtszeit in den jeweiligen sakralen Räumen der Gemeinde statt. Alle Schüler sind dazu eingeladen. Sie haben die Möglichkeit, an der Vorbereitung der Gottesdienste mitzuwirken.

Ökumenische Gottesdienste

Jedes Schuljahr beginnt mit einem ökumenischen Gottesdienst für die Schüler der neuen fünften Klassen im Evangelischen Gemeindezentrum in Wenden. Dazu sind die Eltern der Schüler und die zukünftigen Klassenlehrer eingeladen. Die Vorbereitung erfolgt durch die Schüler der sechsten Klassen, den katholischen und den evangelischen Pastor und einen Lehrer.

Am Ende jedes Schuljahres steht ein gemeinsamer Gottesdienst für alle Entlassschüler und deren Eltern. Interessierte Schüler der Abschlussklassen bereiten den Gottesdienst zusammen mit den Geistlichen vor und gestalten ihn selbst maßgeblich mit.

Katholische Gottesdienste

Die katholischen Gottesdienste finden jeweils für eine gesamte Jahrgangsstufe einmal im Schuljahr statt. Sie werden von einer bestimmten Religionsgruppe oder –klasse mit der verantwortlichen Lehrperson in Absprache mit dem zuständigen Priester thematisch und liturgisch vorbereitet. Nach den Gottesdiensten erfolgt meist eine gemeinsame Aussprache aller Beteiligten. Die Eltern werden ebenfalls zur Teilnahme eingeladen.

Evangelische Gottesdienste

Jeder evangelische Schüler hat mindestens einmal im Schuljahr die Möglichkeit, an einem Gottesdienst im evangelischen Gemeindezentrum teilzunehmen. Diese Gottesdienste werden vom Pastor und von den Schülern unter Mitwirkung des Religionslehrers gemeinsam vorbereitet. Sie finden in Jahrgangsstufen oder Doppelstufen zur Zeit des Religionsunterrichtes statt. Die Schüler wirken entsprechend ihren Fähigkeiten bei der Gestaltung mit.

Bunter Abend: „Hauptschule kreativ“

In den Schulmitwirkungsorganen Schülerrat, Schulpflegschaft und Lehrerkonferenz entstand zu Beginn des Schuljahres 1981/82 der Wunsch nach einer gemeinsamen Aktion von Schülern, Eltern und Lehrern. Hauptziel sollte die Pflege der Zusammenarbeit dieser drei am Schulleben beteiligten Gruppen sein.

So einigte man sich auf die gemeinsame Gestaltung eines Bunten Nachmittages. Auf der Bühne der Aula lief ein unterhaltsames Programm ab, in dem sich Tänze, Theaterstücke und Musikeinlagen abwechselten, die im Wahlunterricht der jeweiligen Jahrgangsstufen einstudiert worden waren. Der überwältigende Erfolg dieser Darbietung und die erfreuliche Besucherresonanz waren der Ansporn dazu, dieses Ereignis in den folgenden Jahren als Abendveranstaltung weiterhin stattfinden zu lassen. Neben dem reichhaltigen bunten Bühnenprogramm fanden auch verschiedene Ausstellungen in der Eingangshalle der Schule großes Interesse; hier wurden Arbeiten zu aktuellen Themen aus diversen Unterrichtsfächern dokumentiert.

Bis zum heutigen Tage stellen so die Akteure eindrucksvoll unter Beweis, dass Schule nicht nur „Büffeln nach dem Lehrplan“ heißt, sondern auch interessant und abwechslungsreich sein kann.

Ausstellungen im Bereich der Kunsterziehung

Zum Fach Kunsterziehung gehört die geistige und tätige Auseinandersetzung mit Inhalten aus den Bereichen Graphik, Malerei, Bildhauerei / Plastik, Architektur und Fotografie. Damit die Schüler nicht nur für die eigenen vier Wände oder den Papierkorb schöpferisch tätig sind, sind Ausstellungen in der Schule als Schmuck und Anregung selbstverständlich. Darüber hinaus werden Kontakte zu öffentlichen Einrichtungen (Gemeinde, Banken, ...) geknüpft, um einem größeren Publikum die Ergebnisse im kreativen Bereich unseres Fächerangebotes zugänglich zu machen. Arbeiten, die im WU 9/10, WP 7/8 und im verpflichtenden Kunstunterricht 5/6 entstanden sind, wurden schon unter thematischen oder handwerklichen Aspekten ausgestellt. Beispiele:

„Gewalt hat viele Gesichter“ (Bilder aus dem 6. Schuljahr, eingebunden in ein „Gewaltprojekt“ im Rathaus)

„Ytong“ als Werkstoff in einer Projektwoche (Ausstellung in der Volksbank)

„Speckstein“ als gestalterische Herausforderung (Volksbank)

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Schulfest

Seit 20 Jahren finden an der KAS in loser Reihenfolge Schulfeste statt, die durch die gemeinsamen Vorbereitungen den Schülerzusammenhalt und gleichzeitig den Kontakt zwischen Elternhaus und Lehrerschaft fördern sollen. Jeder Schüler soll während seiner Schulzeit mindestens einmal die Möglichkeit haben an einem Schulfest teilzunehmen. Darbietungen verschiedenster Art, u.a. die Präsentation der Ergebnisse aus vorangegangenen Projektwochen dokumentieren den Ideenreichtum und die Kreativität der Schüler, die durch die erfreuliche Besucherresonanz motiviert werden, sich auch zukünftig für solche Veranstaltungen zu engagieren.

Schulentlassung

Traditionell beginnt jede Schulentlassung mit einem ökumenischen Gottesdienst. Schüler, Eltern und Lehrer treffen sich im evangelischem Gemeindehaus. Analog zu den Gottesdiensten an unserer Schule wird, in Zusammenarbeit und nach Absprache mit den Geistlichen der Gemeinde Wenden und den beiden Fachkonferenzen (ev / rk), diese religiöse Feierstunde abgehalten. Gemäß dieser Übereinkunft übernimmt ein 10. Schuljahr, also eine Entlassklasse, die thematische und liturgische Durchführung des ökumenischen Gottesdienstes.

Nach Rückkehr in die Hauptschule beginnt, nach einer angemessenen Pause, der zweite Teil der Schulentlassfeier in der Aula des Schulzentrums. Der Schulleiter begrüßt alle Anwesenden und im stetigem Wechsel folgen Grußworte (z.B. Vertreter der Gemeinde Wenden, der Schulpflegschaft, des Fördervereins oder anderer Gastredner) und ein buntes Programm. Zwischen den einzelnen Darbietungen verteilen die jeweiligen Klassenlehrer die Entlasszeugnisse. Das bunte Programm (Tanz, Musik und Theater) wird von den Entlassschülern selbst gestaltet, ggfs. unterstützt von den WU- und WP- Gruppen der Hauptschule.

Im dritten Teil der Schulentlassung wird in der Pausenhalle ein von den Schülern im Wahlpflichtunterricht 9 erstelltes kaltes Büfett eröffnet. Schüler der 9. Schuljahre bewirten zusammen mit Lehrern die Entlassschüler und die übrigen Gäste. Bei diversen Getränken klingt die Entlassfeier, Ende offen, in der Pausenhalle aus.

In der Regel laden die Entlassschüler für denselben Abend die Lehrer zur Gemeinschaftsfeier ein.

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