Verantwortungsübernahmen in Schule, Vereinen und Gesellschaft

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Schulhofgestaltung

Notwendigkeit der schülergerechten Gestaltung des Schulgeländes

Kinder, vor allem die bewegungshungrigen Schüler der Klassen 5 - 7, haben das Bedürfnis, ihren Bewegungstrieb auszuleben. Der Schulsport allein reicht zur o.g. Bedürfnisbefriedigung nicht aus. Auch die körperliche Betätigung auf einem kindgerecht gestalteten Schulhof beugt auch Haltungs-, Kreislauf- und Koordinationsschwächen vor. Die Schule bietet während der Pausen eine vernünftige Alternative zur Passivität in der Freizeit. Lust an der Bewegung, Sport und sinnvolle Freizeitbeschäftigung helfen beim Erlernen von Sozialbeziehungen und beim Überwinden von Angst. Darüber hinaus tragen diese Elemente zur Steigerung des Selbstwertgefühls bei. Angestrebt wird eine Erziehung zur Bewegung durch Bewegung, zur Sozialbeziehung durch Sozialbeziehungen und zur physischen und psychischen Gesundheit durch bewußte Freizeitgestaltung. Leitbegriffe der schülergerechten Gestaltung von Schulhöfen sind:

  • Gesundheit
  • Gestalten
  • Spielen
  • Abreagieren von Aggressionen
  • Kooperation
  • Umwelt.

Bei der Gestaltung des Schulhofes werden die Schüler eingebunden. Ihre eingebrachte ,,Eigenleistung“ stärkt ihr Verantwortungsgefühl gegenüber Einrichtungsgegenständen, schränkt, wie erste Trends zeigen, ausufernden Vandalismus ein und fördert gruppendynamische Prozesse im Sinne von gemeinschaftlich erzielten Erfolgen. Um es mit Prof. Viktor Frankel zu sagen:,,Unsere Aufgabe ist es, die Jugend zu mehr Gewissen statt zu mehr Gehorsam zu erziehen.“

Im Jahre 1994 wurde in Zusammenarbeit aller Mitwirkungsorgane von Haupt- und Realschule ein „Gesamtkonzept Schulhofgestaltung“ verabschiedet, das im Laufe der Jahre zu konkreten Projektaufträgen geführt hat. Die Einbeziehung der Schüler wird durch den Projektunterricht sichergestellt.

Schulgarten

Ein Innenhof ist zu einem Schulgarten umgestaltet worden. Dabei handelt es sich nicht um einen statischen Vorgang, sondern um eine Fortschreibung von Ideen, die sich auch an der Interessenslage und Vorstellungswelt der Schülerinnen und Schüler orientieren muss. Diese Maßnahme soll die pädagogische Forderung nach einer verstärkten, praxisbezogenen Natur- und Umwelterziehung in Schulen erfüllen Neben dem Handeln darf in einem solchen Schulgarten auch das Erleben nicht zu kurz kommen. Die Zielsetzung lautet: Mehr Natur - weniger Monotonie.

Aspekte der Weiterentwicklung

Die Schulhofgestaltung ist ein dynamischer Prozess. Eine kontinuierliche Weiterentwicklung des Schulgeländes nach der Interessenslage der Schüler - gerade auch im Hinblick auf eine naturnahe Erscheinungsform - wird durch die Einbindung in den Projektunterricht der Schule sichergestellt.

Vorhandene Schulhofbereiche

  • Mehrzwecksportplatz (steht während der unterrichtsfreien Zeit allen Kindern und
  • Jugendlichen zur Verfügung)
  • Bioteiche
  • Ruhezonen
  • Kletterwand
  • Spiel- und Sportflächen
  • Schulgarten (in der Planung)

Verkehrserziehung

Verkehrserziehung ist Teil des Bildungs- und Erziehungsauftrages der Schule. Bezugsfeld und Orientierungsrahmen für die Verkehrserziehung ist die Verkehrswelt. Er muss sich mit den verschiedenen Verkehrsmitteln auseinandersetzen. Für die Bewältigung der Einzelsituationen innerhalb der Verkehrswelt muss der Schüler viele Dinge können und wissen (Sachkompetenz). Er muss aber auch bereit sein, verständnisvoll das Verhalten der anderen Verkehrsteilnehmer zu berücksichtigen ( Sozialkompetenz). Die Verkehrssicherheitspolitik setzt auf Rücksicht und Verantwortung des Einzelnen. Gleichwohl sind Gebote und Verbote, Kontrollen und Sanktionen unerlässlich. Von besonderer Bedeutung ist die Straßenverkehrsordnung (StVO). Schulische Verkehrserziehung soll also dazu beitragen, dass die Schüler

  • verkehrsspezifische Fähigkeiten und Fertigkeiten weiterentwickeln;
  • erweiterte Kenntnisse über Verkehrsmittel und Verkehrswege, Verkehrsregelungen und Verkehrsteilnehmer gewinnen;
  • eigene und fremde Erfahrungen und Beobachtungen reflektieren;
  • die Grenzen ihrer Leistungsfähigkeit in Verkehrssituationen abschätzen lernen;
  • wesentliche ökonomische und gesellschaftliche Probleme des Verkehrs und deren mögliche Lösungen kennen und beurteilen lernen;
  • Einsicht in verkehrspolitische Entscheidungsprozesse gewinnen.

(Empfehlung zur Verkehrs- und Mobilitätserziehung in der Schule)

In diesem Kontext wird an der KAS – Hauptschule innerhalb des EBA – Unterrichts ein Mofakurs angeboten. Hier werden deshalb nicht nur Verkehrsregeln vermittelt, sondern es wird auch auf Einstellungsbeeinflussung, Akzeptanz von Normen, soziales Lernen und das Verhalten in Gruppen Wert gelegt. Auch die Fragen nach den ökologischen Auswirkungen des Straßenverkehrs, nach Kriterien für die Wahl des Verkehrsmittels und dem Stellenwert des motorisierten Individualverkehrs werden in den Mofakurs mit aufgenommen. Die Attraktivität des Mofakurses hängt mit folgenden Aspekten zusammen:

  • hohe Eigenaktivität der Schüler,
  • Thematisierung von Einstellungen und Gefühlen,
  • ausdrückliche Einbeziehung von Gruppenprozessen,
  • Aufarbeitung bisheriger Erfahrungen als Verkehrsteilnehmer,
  • anschauliche Darstellung von Themen der Verkehrssicherheitslehre (Gefahrenlehre),
  • enge Verzahnung theoretischer und praktischer Lerninhalte,
  • praktischer Umgang mit einem attraktiven technischen Gegenstand,
  • motorische Aktivität beim Training von Fahrfertigkeiten.

Dabei kommen die letztgenannten Punkte besonders praktisch begabten Schülern zugute.

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Patenschaften

Naturschutz

Schüler müssen dazu angeleitet werden, ihrem Alter entsprechend, Verantwortung für öffentliche Einrichtungen zu übernehmen. Hierzu eignen sich besonders Aufgabenbereiche, die im Umweltschutz liegen. In der näheren Umgebung besteht seit vielen Jahren eine Wacholderhecke. Deren Existenz ist jedoch durch Überwuchs anderer Pflanzen (Buchen, Erlen, Birken etc.) gefährdet. Durch Vermittlung der Unteren Landschaftsbehörde ist im Jahre 1995 eine Patenschaft unserer Schule über das Biotop entstanden. Schüler haben seither überwiegend in ihrer Freizeit in sehr mühevoller Arbeit mit Hacken und Sägen das wuchernde Laubholz reduziert. Diese Arbeiten werden kontinuierlich fortgeführt, um einen dauernden Erfolg zu gewährleisten.

Seit 1995 arbeitet die KAS ebenfalls im Umweltschutzbereich mit der Projektgruppe „Elbebach“ in Zusammenarbeit mit der Fischereigenossenschaft Wenden. Die Gruppe hat sich zum Ziel gesetzt, den Elbebach, der durch den Talgrund der Ortschaft Elben fließt, in Teilabschnittten zu restaurieren. Dabei werden die Mauern aus Steinen an den Ufern entfernt, es werden an diesen Stellen Gumpen angelegt, an deren Rand Bäume gepflanzt werden. Dadurch soll der Fischbestand des Baches verbessert werden. Kontrollbegehungen mit dem Elektrokescher zeigen, dass dieses Projekt sehr erfolgreich ist, der Fischbestand hat sich im Vergleich zum 1 Jahr der Aktion erheblich verbessert.

Umweltschutz

In Zusammenarbeit mit dem Förderverein und dem Stammtisch "Regenerative Energien" entstand auf dem Gebäude der Schule eine Photovoltaikanlage. Der erzeugte Strom wird in das Netz des Energielieferanten eingespeist. Zur Information über die gewonnene Energie und sich daraus ergebender geringerer Umweltbelastung wurde ein Informationsdisplay eingerichtet. Eine Wahlpflichtgruppe bereitet die vom Computer gelieferten Daten schülergerecht auf und stellt sie für den naturwissenschaftlichen Unterricht zur Verfügung.

Hilfsprojekte

Die Patenschaften im Zusammenhang mit dem Deutschen Aussätzigenhilfswerk und dem Nicaragua-Projekt werden unter 8.5 Sponsorenwandertag näher erläutert.

Minibärenolympiade

Alljährlich veranstalten die Sonderschulen der Kreise Siegen-Wittgenstein und Olpe eine „Minibärenolympiade“. An über dreißig verschiedenen Stationen sammeln die Teilnehmer vielfältige Bewegungserfahrungen, machen bewusste Sinneserfahrungen im Bereich des Fühlens, Tastens, Riechens und Hörens. Sie lösen Aufgaben im Bereich der Feinmotorik und Geschicklichkeit und schulen Mut und Selbstvertrauen. Die teilnehmenden Mädchen und Jungen der Sonderschulen im Alter von 7 bis 10 Jahren haben die unterschiedlichsten Behinderungen. So sind im Rollstuhl sitzende Kinder ebenso beteiligt wie seh-, geh-, sprach- oder hörgeschädigte Kinder.

Als Veranstaltungsort ist vor Jahren das Konrad-Adenauer-Schulzentrum ausgewählt worden. So hat unsere Schule die Aufgabe übernommen, alljährlich etwa 35 Schüler des 10. Schuljahres als Stationsleiter und Helfer zur Verfügung zu stellen.

In ihrer Funktion als Stationsleiter haben sie die Aufgabe, den Kindern die Aufgabenstellung an der jeweiligen Station zu erläutern und ihnen bei der Durchführung, soweit es erforderlich ist, behilflich zu sein. Hierbei wird von ihnen eine sehr intensive, konzentrierte, verantwortungsvolle und engagierte Tätigkeit verlangt. Nicht nur verbales Erklären, sondern auch das Demonstrieren der Übung oder das Helfen durch Anfassen, Sichern und Unterstützen des Teilnehmers sind gefordert. Die Erfahrungen im Umgang mit behinderten Kindern auf den verschiedenen Handlungsebenen sind sehr vielfältig und intensiv. Nicht selten sind Betroffenheit, Scham oder auch Hilflosigkeit bei unseren Schülerinnen und Schülern festzustellen.

So bietet diese Veranstaltung den Schülern eine gute Möglichkeit, ihre Erfahrungen im Umgang mit behinderten Mitmenschen durch ihr eigenes Tun und Handeln zu erweitern.

Sponsorenwandertag

Alljährlich führt unsere Schule einen eintägigen Sponsorenwandertag durch. Schüler, Lehrer und Eltern wandern für eine Lepra Station in Madras / Indien und für das Projekt Ometepe in Nicaragua. Eltern und Sponsoren erklären sich bereit, für eine bestimmte Wanderstrecke einen festen Geldbetrag pro Kilometer zu spenden. Der Wandertagorganisator sucht in der Regel bis zu drei unterschiedlich lange Wanderstrecken aus, die vom örtlichen SGV ausgewiesen sind. Dabei wird besonders Wert gelegt sowohl auf landschaftlich reizvolle Wege als auch auf eine geringe Verkehrsgefährdung. An wichtigen Wegegabelungen und Verkehrspunkten achten Lehrer und Schülerlotsen auf die Sicherheit der Wanderer. Auf den Strecken sind Kontrollpunkte für den Wanderpass, Rastplätze und Erste Hilfe Stationen eingerichtet. Gleichzeitig soll das gemeinsame Erleben von Natur und Heimat sowie das Gemeinschaftsgefühl gestärkt werden. Die Wanderstrecken werden von Jahr zu Jahr gewechselt, um den Schülern die vielfältige landschaftliche Schönheit der Gemeinde Wenden näher zu bringen. Der Termin des Wandertages wird von den Witterungsbedingungen abhängig gemacht. Die offizielle Geldübergabe erfolgt in Anwesenheit der Schirmherren beider Projekte.

Grundschulfußballturnier

Seit drei Jahren werden die Vorrundensieger der Grundschulen der Gemeinde Wenden in der Turnhalle unserer Schule ermittelt.

Wir unterstützen die Grundschulen in Vorbereitung und Durchführung des Vorrundenturniers durch Einsatz unserer Schüler als Schiedsrichter und in der Turnierleitung.

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